Das Heizen mit Holzpellets aus regionalen Wertschöpfungsketten ist ökologisch und ökonomisch nachhaltig

Seit wir uns als Einkaufsgemeinschaft für Holzpellets auch für die Wiederaufforstung engagieren, erreichen mich durchaus auch komplizierte Fragen. „Ist die natürliche Waldregeneration nicht viel nachhaltiger als die gezielte Wiederaufforstung?“ – wollten manche im Kontext unserer Spendenaktion wissen. Neumitglieder, die z.B. gerade ein Haus mit Pelletsheizung gekauft haben, fragen mich gelegentlich sogar, ob es überhaupt „ökologisch vertretbar“ sei, mit Pellets zu heizen. Höchste Zeit also für ein Experten-Interview.

Im Gespräch mit Prof. Dr. Dr. h.c. Dietrich Borchardt (Foto), durfte ich diese Fragen jüngst diskutieren. Dietrich Borchardt ist Hydrobiologe, Leitender Wissenschaftler und Berater für den Vorstand des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung-UFZ, Sprecher der Helmholtz-Themenkampagne „Wassersicherheit für Mensch und Umwelt im 21. Jahrhundert“ und als Seniorprofessor an der TU Dresden gewiss einer der renommiertesten Umweltwissenschaftler unseres Landes. Und als Privatperson seit Gründung Mitglied unserer Einkaufsgemeinschaft für Holzpellets.

Herr Borchardt, die unter uns Pelletheizern „ketzerische“ Frage: Ist Holz ein nachwachsender Rohstoff, ist das Heizen mit Holzpellets überhaupt nachhaltig bzw. ökologisch korrekt?

Der Begriff Nachhaltigkeit wurde sogar in der Forstwirtschaft erfunden. Bereits 1713 beschreibt Hans Carl von Carlowitz, königlich-polnischer und kurfürstlich-sächsischer Kammer- und Bergrat, dies als Balance, aus den produktiven Kreisläufen der Natur nicht mehr zu entnehmen, als durch Säen und Pflanzen nachwächst. Das Prinzip gilt sowohl für die Forstwirtschaft wie für die Wasserwirtschaft, die beide Holz und Wasser in einem ausgewogenen regionalen Kreislauf schon immer für die Daseinsvorsorge der Bevölkerung genutzt haben und dies auch weiterhin anstreben. Wenn man nicht mehr entnimmt, als entsteht oder nachgeliefert wird, kann daraus ein nachhaltiger bioökonomischer Kreislauf werden, in dem Wasser und Holz nicht verbraucht, sondern ihr nutzbringender Wert lediglich gebraucht wird. Gerade das deutsche System der kommunalen Wasserversorgung ist in Sachen Versorgungssicherheit und Trinkwasser-Qualität ein besonders gelungenes Beispiel dafür.

Die Wertschöpfungskette vom Baum bis zu den Pellets in unserem Lager ist schon mit Blick auf die zwei Millionen Waldeigentümer vielfach komplexer. Anfangs waren wir wenigen Holzpellets-Heizer der Beachtung des Marktes kaum wert – und es gab auch noch genug nahe Sägewerke und Möbelfabriken, deren Sägemehl und Schnittreste die geringe Nachfrage leicht bedienten. Die Situation hat sich binnen 20 Jahren komplett geändert: Heute ist die – ich betone: regionale – Pellets-Produktion ein bedeutender Verwerter des in unseren Mittelgebirgswäldern im Überfluss anfallenden Kalamitätsholzes.

Und um ihre Frage zu beantworten: Im Sinne der von mir beschriebenen Bioökonomie, halte ich das Heizen mit Holzpellets aus regionalen Wertschöpfungsketten für ökologisch und ökonomisch nachhaltig.

Was hat es mit dem Begriff „Kalamitätsholz“ auf sich? Wer nicht so im Thema ist, wird das Wort vielleicht zum ersten Mal hören.

Infolge der seit 2018 anhaltenden Dürreperiode sind viele in der Nachkriegszeit angelegten Fichten-Plantagen flächendeckend abgestorben. Dieses Holz ist zudem oft so stark vom Borkenkäfer und Sekundärschädlingen befallen, dass es mangels Tragfähigkeit nicht einmal als Bauholz taugt. Dann spricht man von „Kalamitätsholz“. Derzeit haben wir in Deutschland mehr als 500.000 Hektar solcher Kalamitätsflächen, die aufgrund der Waldschäden in den nächsten Jahren wiederbewaldet werden müssen, das ist die doppelte Größe des Saarlandes. Kalamitätsholz als Basis-Rohstoff für die nachhaltige, regionale Pellets-Produktion wird uns – so bedauerlich das Waldsterben auch ist – so schnell nicht ausgehen.

Wiederaufforsten oder der Natur ihren Lauf lassen? Was meinen Sie?

Leider führt die „natürliche Sukzession“, also der Natur ihren Lauf zu lassen, im Forst nicht automatisch zu widerstandsfähigen, resilienten Wäldern. Dafür ist der Anpassungsdruck durch den Klimawandel bereits zu groß. Zudem: Wo 60 Jahre Fichten-Plantagen standen, werden ohne aktive Wiederbewaldung kaum von alleine an künftige Dürren angepasste, ertragreiche Mischwälder entstehen.

Im Einzelfall mag das gelingen. Angesichts der riesigen Flächen – 30% der Fläche in Deutschland sind Wald – und der Bedeutung der Forstwirtschaft bei der notwendigen Klimaanpassung, halte ich eine aktive Wiederbewaldung mit Augenmaß auf diesen Flächen für den richtigen Weg. Und auch mit Blick auf den naturnahen Wasserhaushalt – mein Forschungsgebiet – sind gesunde Wälder von zentraler Bedeutung.

Bitte erläutern Sie den Zusammenhang von Wald und Wasserversorgung.

Wasser, genauer Trinkwasser, wird bei zunehmenden Dürreperioden zu einer der Schlüsselressourcen des 21. Jahrhunderts. Dasselbe gilt für das Beherrschen der immer häufigeren regionalen Starkregen. Daher sollten wir den Wasserkreislauf klimaangepasst nutzen und schützen.

Gesunde Wälder halten Wasser nicht nur in der Vegetation und als Bodenfeuchte zurück und unterstützen damit die kontinuierliche Grundwasserneubildung. Wälder binden bereits im Aufwuchs bei der Photosynthese erhebliche Mengen CO2 und verdunsten dabei Wasser und Sauerstoff – wir Hydrologen nennen das „grünen Wasserfluss“. Nur was Böden und Vegetation, gerade nach lokalen Starkregen, nicht halten können, fließt zwangsläufig und im Einzelfall mit fatalen Folgen als Hochwasser über die Oberflächenwasser ab.

Im Ahrtal hat das – wohlgemerkt innerhalb einer Dürre-Periode – nicht nur zu vielen Opfern und menschlichem Leid, sondern auch zu mehr als 35 Milliarden Euro monetären Schaden geführt, die von Privatpersonen, Versicherungen und der Allgemeinheit getragen werden müssen. Gerade diese Flutkatastrophe hat wieder gezeigt, dass man nicht erst handeln darf, wenn die Krise da ist.

Herr Borchardt, Sie fordern „Wassermündigkeit“. Was soll das sein?

Es ist wie bei allem, was uns zu einem relativ geringen Preis jederzeit verfügbar ist – und uns deswegen selbstverständlich erscheint. Daher fehlt vielen das Bewusstsein, dass Trinkwasser ein wertvolles Nahrungsmittel ist. Selbst meine Studenten in den ersten Semestern wissen in der Regel nicht, wieviel Trinkwasser sie täglich gebrauchen, noch wie sich dieser Verbrauch im Alltag zusammensetzt, noch was sie dafür bezahlen.

Unser Wasser geht dabei ja nicht verloren, wir verbrauchen es nicht, wir gebrauchen es. Es fließt als Dienstleistung unseres kommunalen Wasserversorgers in Trinkwasserqualität durch unsere Wasseruhr und verlässt uns als Schmutzwasser in die Kanalisation. Bei diesem Gebrauch verschmutzen wir das Wasser, mit Fäkalien natürlich, aber auch mit waschaktiven Substanzen (Tensiden) beim Duschen oder im Geschirrspüler, mit Haushaltsreinigern, mit Farbresten, mit Mikroplastik, mit Medikamenten, die Liste ist endlos. Und natürlich verschmutzen andere, andernorts ihr Wasser, wenn sie für uns Konsumprodukte herstellen, beim Transport zu uns sowie bei der Entsorgung unserer Abfälle. Auch die Nahrungsmittelproduktion in Landwirtschaft, dem verarbeitenden Gewerbe und der Nahrungsmittelindustrie ist auf das engste mit Wassergebrauch verbunden. Das durch unseren täglichen Gebrauch im Haushalt verschmutzte Abwasser jedenfalls muss und wird von den kommunalen Entsorgern lokal geklärt und danach dem Wasserhaushalt wieder zugeführt. Das ist vorbildlich, aber hat auch seinen Preis, wie jeder auf der Wasser- und Abwasserrechnung sehen kann.

Wären wir uns dieses bioökonomischen Kreislaufs zu unser aller Nutzen bewusster – das verstehe ich unter Wassermündigkeit – würden wir unserem Trinkwasser den Stellenwert einräumen, den es längst verdient. Und niemand käme mehr auf die Idee, Chemikalien, Spritzmittel- oder Farbreste in die Kanalisation oder Medikamente einfach so in der Toilette zu entsorgen. Dann brächten wir die Reste zum Schadstoffmobil und die abgelaufenen Medikamente zurück in die Apotheke. Oder würden eben keine Nahrungsmittel konsumieren, die aus Sicht des Wasserkreislaufs nicht nachhaltig produziert worden sind.

Herr Borchardt, ich danke Ihnen im Namen unserer Mitglieder für dieses interessante Gespräch.

Wer nach diesem Interview mehr über Prof. Borchardts wissenschaftliches Feld, die Hydrobiologie, erfahren will, dem empfehle ich zum Einstieg den via YouTube zugänglichen Vortrag „Wasser-Ressourcen im Zeichen des Klimawandels“, den Prof. Borchardt im Rahmen der Reihe Wissenschaft für jedermann im November 2024 im Auditorium des Deutschen Museum hielt.

https://www.youtube.com/watch?v=rZ6zlugtPuY

Mit dem Förster zur Ernte

 

Harvester erntet Kalamitätsholz im Wald bei WK-Hasselbach

Nachhaltige, transparent nachvollziehbare, im Idealfall auch noch regionale Wertschöpfungsketten, sind in unserer globalisierten Welt mittlerweile die Ausnahme. Daher erfüllt es mich mit einigem Stolz, dass wir gemeinsam – ja, Sie und ich – über unsere eigentlich langweilige Einkaufsgemeinschaft für Holzpellets – genau DAS befördern können: praktische Nachhaltigkeit, verantwortungsbewusste Forstwirtschaft, tatsächlich regionale Pellet-Produktion nach höchsten Maßstäben, Wiederaufforstung und, das darf man nicht vergessen: Wohnortnahe Arbeitsplätze und Gewinne für ortsansässige Industrie- und Gewerbebetriebe, deren Gewerbesteuer unsere öffentliche Infrastruktur erhält.

Wenn Sie mich also am Telefon oder via Mail fragen, ob „unsere“ Pellets denn tatsächlich aus UNSERER Region stammen, oder gar WO denn die Bäume gewachsen sind, kann ich das guten Gewissens nur dann wahrheitsgemäß beantworten, wenn ich selbst gelegentlich die Fakten checken gehe und im Bild dokumentiere. Konkret: Bäume im Kaufunger Wald pflanze, mit Ihnen gemeinsam ins Pelletwerk fahre – oder eben wie vor ein paar Wochen mit Förster Joachim Gröll in den Hasselbächer Wald.

Dort erntete der freiberufliche Holzrücker Thomas Fornoff mit seinem Harvester abgestorbene Fichten, die in absehbarer Zeit in „unsere“ Pellets finden werden. Das von Dürre, Sturm und Borkenkäfer geschädigte Fichtenholz, der Fachbegriff ist „Kalamitätsholz“, ist in der Regel sogar für Bauholz oder Paletten zu schlecht. Dieses Kalamitätsholz bildet mit ca. 70% der Masse die Grundlage unserer Pellets. Hinzu kommen Sägewerksabfälle, sprich Schnittreste, nicht verwertbares Krummholz und Sägemehl.

 

Wiederaufforstung im Kaufunger Wald

Pelletsheizer & Imker pflanzen Bäume

Unsere Mittelgebirgslandschaft ist deutlich gezeichnet vom Fichtensterben der letzten Jahre. Eine baldige Wiederaufforstung dieser Waldbrachen geht uns alle an.

Spendenaktion für die Wiederaufforstung
Gemeinsam mit den Imkern am Hohen Meißner e.V. haben wir daher eine Spendenaktion zur Wiederaufforstung ins Leben gerufen. Mit 4.000 EUR, dem Gegenwert von 2.000 Baumsetzlingen, so unser erstes Ziel, wollen wir die Wiederaufforstung einer Fichtenbrache unterstützen

Aufforstung einer Waldbrache im Kaufunger Wald
Die Waldbesitzer, um die 100 einheimische Familien, würden unsere Bausetzlinge bereits diesen Herbst auf ihre Kosten im östlichen Kaufunger Wald, genauer am Langenberg über Hundelshausen, anpflanzen. Bis deren Enkel die Bäume verwerten und unsere Enkel sie als Pellets verheizen, werden diese Bäume wohl 60 Jahre zu unser aller Nutzen CO2 binden, Sauerstoff produzieren und als Heimat vielfältiger Arten dienen.

Jeder Euro ist willkommen
Ich darf Sie alle, ob Pelletsheizer, Naturfreundin oder Imker ganz herzlich einladen, unsere Aktion zur Wiederaufforstung am Hohen Meißner mit einer großzügigen Spende zu unterstützen. Jeder Euro ist willkommen, bis 300 EUR genügt ihr Kontoauszug als Nachweis beim Finanzamt, für höhere Summen erhalten Spendende eine Spendenquittung.

Börde-Pellets verdoppelt Spenden ihrer Pellet-Kunden
Mitglieder unserer Gemeinschaft, die ihre Pellets via Freytag („Börde Pellets“) aus Warburg beziehen, können ihre Spende im Rahmen dieser Aktion sogar verdoppeln lassen. Denn die Fa. Freytag, zugleich Pellets-Produzent, Lieferant und Partner unserer Einkaufsgemeinschaft, hat sich bereit erklärt, individuelle Spenden ihrer Pellets-Kunden bis zu einer Summe von 40 EUR zu verdoppeln! Sie lesen richtig: Sie sind Freytag-Kunde oder waren es in den letzten 12 Monaten, überweisen mit Verwendungszweck „Wiederaufforstung / Freytag“ 40 EUR auf unser Spendenkonto, Freytag verdoppelt die Summe auf 80 EUR – und im Kaufunger Wald werden daraus im Herbst 40 Küstentannen.

Ich würde mich persönlich sehr freuen, wenn möglichst viele unser Engagement mit einer Spende unterstützen würden. Im Voraus herzlichen Dank für ihre Großzügigkeit.

Spendenkonto Wiederaufforstung
Imker am Hohen Meißner e.V.
Sparkasse Kassel
IBAN: DE85 520503530011850744
HELADEF1KAS
Verwendungszweck „Wiederaufforstung“
bzw. „Wiederaufforstung/Freytag“

Pellets Preis 2014-2024

Energiekostenzuschuss für Pelletheizer – Anträge ab 4. Mai möglich

Endlich! Die von der Bundesregierung im vergangenen Jahr versprochene finanzielle Entlastung von Privathaushalten, die in 2022 besonders hart von der Energiekosten-Explosion betroffen waren, kommt endlich in die Gänge. Auf unsere Anfrage von gestern bestätigte die Pressestelle des Hessischen Wirtschaftsministeriums, dass das Online-Portal, das diese Woche stufenweise freigeschaltet wird, ab 4. Mai 2023 auch in Hessen zur Verfügung steht. Das Regierungspräsidium Darmstadt wird als Bewilligungsstelle alle hessischen Anträge bearbeiten. (In Thüringen beginnt das Verfahren erst am 8.5.2023) Grundsätzlich: Das Lieferdatum muss zwischen dem 01.01.22 und 01.12.22 liegen, lediglich bei nachgewiesener Lieferverzögerung können Rechnungen zum 31.03.23 berücksichtigt werden. Ob sich ein Antrag lohnt, können Pelletsheizer über einen Beispielrechner mit wenigen Klicks selbst ermitteln.

Beispielrechnungen mit realistischen Preisen und Mengen
Als Service für die Mitglieder unserer EKG habe ich heute entlang der realen Preise des Jahres 2022 zwei typische Fälle durchrechnen lassen.
Den Link zum Beispielrechner bzw. zur Antragstellung finden Sie am Ende des Textes.

Beispiel 1) Nehmen wir an, Familie Musterfrau hat  Juni 2022  – 6 Tonnen – Pellets bestellt.
Der Bruttopreis lag zu diesem Zeitpunkt bei knapp über 400 EUR, die Rechnung belief sich auf rund 2.422 EUR.
In diesem Fall bekäme Familie Musterfrau keinen Energiekostenzuschuss
– da der Bezugspreis das „Doppelte des „Referenzpreises“ von 240 EUR brutto noch nicht erreicht hatte.

Beispiel 2) Familie Musterfrau hat  leider erst im November 2022 – ebenfalls 6 Tonnen – Pellets bestellt.
Der Bruttopreis war zwischenzeitlich „explodiert“ und betrug 612,04 EUR, die Rechnung belief sich auf 3.687 EUR.
In diesem Fall ergibt der Beispielrechner eine „Brennstoffhilfe“ von immerhin 645 EUR – ein Antrag sollte sich lohnen.

Ob sich ein Antrag lohnt, können Pelletsheizer über den Beispielrechner ermitteln: Steht einem Haushalt Brennstoffhilfe zu, gelangt man (ab morgen) über einen Link unterhalb der Berechnung direkt zum Antrag.
Antrag Brennstoffhilfe 2022

Tipp: Auch Unternehmen (z.B. Wohnungsbaugesellschaften) können als „Zentralantragstellende“ einen Energiekostenzuschuss beantragen. Diese müssen allerdings zuerst eine „Firmenakte“ anlegen.

Vorsicht Falle! PELLETS FAKE SHOP entdeckt!

Den Satz „Sie sind zu teuer, da muss es doch günstigere Alternativen geben“, habe ich während der Telefon-Hotline unserer Einkaufsgemeinschaft  für Holzpellets (HPE) in den letzten Monaten häufiger gehört. Oft schloss sich ein Gespräch an, in dem ich die jüngste Marktentwicklung erklärte und leider versichern musste, dass es derzeit nach meinem besten Wissen keine relevant günstigeren deutschen Pellets seriöser Herkunft gibt. Manchen hat das nicht zufrieden gestellt, schließlich hat man im Internet doch schon in so vielen Fällen einen günstigeren Preis gefunden und damit scheinbar den Markt überlistet. Da niemand über unsere EKG Pellets bestellen muss, der nicht will, kann ich das akzeptieren.

WARNUNG VOR PELLETS FAKE SHOPS
Trotzdem will ich unsere Reichweite heute einmal für eine ausdrückliche WARNUNG nutzen. Denn seit einigen Wochen machen Internet-Betrüger nun auch „Jagd“ auf preissensible deutsche Pelletsheizer. Über sogenannte FAKE-SHOPS, täuschend echt aussehende Internetseiten scheinbar seriöser deutscher Lieferanten, bieten Betrüger weit unter dem Marktpreis Pellets an.

Die Masche ist so leicht nicht zu erkennen
Auf den ersten Blick locken die Preise und der Gratisversand binnen 3-5 Tagen, auch den Qualitätsmerkmale wie EN+ oder A1 soll die Ware entsprechen. Man sollte es nicht glauben, schlicht weil einfach alles auf dieser Webseite gelogen ist. Wer hier bestellt und sich auf Vorkasse via Überweisung (am Ende die einzige funktionierende Zahlungsvariante) einlässt, wird zwar ordentlich Lehrgeld bezahlen – die Pellets jedoch werden niemals geliefert.

 

 

WICHTIG TIPPS GEGEN BETRUG IM INTERNET

NIEMALS VORKASSE per BANKÜBERWEISUNG!
FAKE-SHOPS werben zwar meist mit Kauf auf Rechnung, Nachnahme oder seriöser Bezahldienste wie PayPal. Innerhalb des Bezahlvorgangs ist dann aber doch nur Vorkasse-Banküberweisung möglich. Ideal für den Betrüger – ist ihr Geld erst einmal seinem Konto (im Ausland) gutgeschrieben, kann es auch die wohlmeinendste Hausbank nicht mehr zurückholen. Pellets werden den betrogenen Kunden jedenfalls nie geliefert, das Geld ist in aller Regel unwiederbringlich verloren.

PHISING ist DIEBSTAHL IHRER BANKDATEN
Und selbst wenn bekannte Bezahldienste wie PayPal, Klarna oder Sofortüberweisung angeboten scheinen, wird der unbedarfte Käufer betrogen. Nicht selten öffnet sich ein täuschend echtes Bezahlfenster und fordert zur Eingabe vertraulicher Bank- oder Kreditkartendaten auf. Die Gauner werden ihre Bankzugangsdaten dann in aller Regel zum betrügerischen Einkauf an anderer Stelle nutzen. Pellets werden die Betrüger natürlich niemals ausliefern.

BANK ANRUFEN + ANZEIGE MACHEN
Wer Opfer einer solchen Betrugsmasche geworden ist, sollte unverzüglich mit seiner Bank telefonieren und ggfs. die Kreditkarte sperren lassen – und den Betrug auch bei der Polizei zu Anzeige bringen. Traurig aber wahr: Selbst nach der ersten Anzeige kann es Wochen bis zur Sperrung solcher FAKE-SHOPS dauern.

Redaktioneller Hinweis:
Ich habe hier mit Vorsatz NICHT auf den hier gezeigten FAKE-SHOP verlinkt. Weder will ich Sie dorthin leiten, noch weniger diese Betrugsmasche mit einem wertvollen Backlink belohnen.

Fakten-Checker dürfen hier weiterlesen
https://onlinewarnungen.com/warnung-onlineshop-mheizungs-com/

 

Informative Werksbesichtigung in Warburg

Mitglieder unserer Einkaufsgemeinschaft bei der informativen Werksbesichtigung in Warburg-Hohenwepel Anfang Juli 2022. Text und Foto: M.Schuler

Auf Einladung der Einkaufsgemeinschaft besuchten am Samstag 20 interessierte Holzpellets-Heizer das Pelletswerk der Firma Freytag in Warburg-Hohenwepel. Juniorchef Christoph Freytag führte die Besuchergruppe durch die Warburger Produktion und beantwortete geduldig die vielfältigen Fragen der Besucher. Lediglich die häufigste aller Fragen, wann denn die Preise endlich wieder sinken werden, konnte auch Christoph Freytag nicht beantworten: „Die Preise für Energie und Rohstoffe sind extrem gestiegen, die Lieferwege sind länger geworden, das schlägt sich alles im Pellets Preis nieder“. Gute Nachrichten hingegen in Sachen Versorgungssicherheit: „Den steigenden privaten Bedarf durch die vielen Heizungsumsteller werden wir mittel- und langfristig zu Lasten der verstromenden Industriekundschaft bedienen.“

20 Holzpellets-Heizer sowie Christine und Dirk Lebon (Lebon GmbH) nutzen die Gelegenheit, sich über den Produktionsprozess ihres umweltfreundlichen Heizmaterials zu informieren. Rund 40.000 Tonnen der kleinen Holzpresslinge produziert das Warburger Familienunternehmen pro Jahr nach ENplus Standard, die unter dem Markennamen “Börde-Pellets“ vermarktet werden. Dafür verwendet man längst nicht mehr nur noch Sägeabfälle („daraus alleine lässt sich die Nachfrage nicht mehr bedienen“) sondern auch zweitklassiges Stammholz, das für Bauwirtschaft und Möbelindustrie nicht geeignet ist. Das Langholz wird geschreddert, gemahlen, getrocknet und dann durch eine Matrize zu Holzpellets verpresst. Metalle werden auf der Transportstrecke ins Lager zuverlässig ausgesondert. Der allfällige Staub fällt auf der Rüttelstrecke aus und wird als wertvoller Rohstoff wieder der Produktion zugeführt.

Stolz ist man bei Freytags darauf, dass man auch die für die Produktion notwenige Mengen Strom und Prozesswärme zu 100% aus Photovoltaik und eigenen Pellets gewinnt. Die Waldarbeit und der Holzhandel, die ursprünglichen Geschäftsfelder der Jürgen Freytag GmbH, haben im Laufe der Jahre zu Gunsten der Pellet Produktion zusehends an Bedeutung verloren.

Wieder ein glücklicher Pelletsheizer mehr

Alle sind rundum zufrieden: Dipl. Ingenieur Dirk Lebon, Neu-Pelletsheizer Stephan Samlowitz (WK-Hasselbach) und Pelletsfahrer Mario Arnold (Günther Energie).

Die Energiewende in Deutschlands Heizungskellern ist dank üppiger öffentlicher Förderung in vollem Gange. Wer sich derzeit für die energetische Sanierung seines Eigenheims oder Mehrfamilienhauses entscheidet, lässt die alte Ölheizung ausbauen und – immer häufiger – durch eine umweltfreundliche Pelletsheizung ersetzen. Dabei fallen zwar zunächst höhere Kosten für die innovative Heizungstechnik an – dafür spart man dann über die Jahre hin deutlich bei den Heizkosten.

Ist die Heizungsumstellung geschafft, rollt alsbald auch ein Pellets-Lieferfahrzeug zur Erstbelieferung an. Und wer auf Empfehlung wohlmeinender Freunde oder des Handwerkers in unsere Pellet-Einkaufsgemeinschaft findet, spart nicht nur von Anfang an Geld. Es besteht auch eine gewisse Chance, dass die gute Nachricht auf unsere Webseite findet.
Letzte Woche waren wir zur Erstbefüllung in Waldkappel-Hasselbach eingeladen. Auch bei Familie Samlowitz musste jüngst die „ahle“ Ölheizung einer modernen Paradigma-Pelletsheizung weichen. Beim Heizungsbauer entschied man sich für ein Angebot der Fa. Lebon aus Kassel. Künftig versorgt ein sparsamer Paradigma PELEO das Haus mit wohliger Wärme. Wo vorher drei Öltanks standen, hat ein Sacksilo für bis zu 6 Tonnen Pellets Platz gefunden. Damit liegt die Lagerkapazität höher als der Jahresverbrauch und Familie Samlowitz kann künftig dann „nachtanken“, wenn die Pellets besonders günstig sind.

„Für kleine Heizungskeller ist der kompakte PELEO besonders gut geeignet – und über das Touch-Display ist die Bedienung der Heizung kinderleicht“, berichtet Dipl. Ingenieur Dirk Lebon. Und auch Hausbesitzer Stefan Samlowitz ist anlässlich der ersten Belieferung durch die Fa. Günther sichtlich zufrieden mit seiner Entscheidung. „Eine Pelletsheizung ist natürlich eine Investition – aber ich bin schon jetzt heilfroh, dass wir vom Öl weg sind“, erzählt Stephan Samlowitz. „Ich finde, eine Heizungsumstellung lohnt sich dreifach: man schont beim Heizen die Umwelt, den eigenen Geldbeutel und macht sich unabhängig vom Öl. So kann jeder im eigenen Keller einen sinnvollen Beitrag leisten.“